| GF18.40-P-4111-02A | Ölsensor Funktion | |
| B40 Ölsensor (Ölstand, Temperatur und Qualität)
2 Temperaturfühler (PT1000) a kapazitiver Messbereich C1 Kondensator oben CL Kapazität Luft CÖL Kapazität Motoröl C2 Kondensator unten h Füllstand |
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| P18.40-2046-12 |
| Ölstand und Ölqualität werden über die Kapazität des Motoröls (Dielektrikum) erkannt. Die Öltemperatur wird durch den Temperaturfühler erfasst. Alle Signale werden in der Elektronik zu einem PWM-Signal aufbereitet und an das Motorsteuergerät übertragen.
Das Messprinzip des Ölsensors ist eine Kapazitätsmessung, wobei die Kapazität vom Ölstand abhängig ist. Das Messsystem besteht aus zwei Zylinderkondensatoren, die als gemeinsame Außenelektrode ein Metallrohr besitzen. Die beiden anderen Elektroden sind als Innenrohre übereinander angeordnet. Durch den unteren Kondensator (C2), der immer voll mit Öl befüllt ist, wird die Dielektrizitätskonstante des Motoröls ( ca. 2,3 bis 4,0) bestimmt. |
Mit dem oberen Kondensator (C1) wird unter Einbeziehung der Dielektrizitätskonstante der Füllstand (h) bestimmt. Die Kapazität des oberen Kondensators (C1) errechnet sich aus einer Parallelschaltung mit zwei Kondensatoren, die als Dielektrikum Luft und Motoröl haben.
Die Kondensatoren sind in einem Kunststoffgehäuse, das als Dämpfungsbecher dient, angeordnet. Durch Zulaufbohrungen strömt das Motoröl in das Gehäuse zwischen die Kondensatoren. Der Messbereich für den Ölstand beträgt 80 mm (Normalniveau ±40 mm), Messgenauigkeit ca. ±3 mm. Die Spannungsversorgung des Ölsensors (ca. 5 V) erfolgt vom Motorsteuergerät. |
| Signalzuordnung Ölsensor
1 Signale Tastverhältnis i. O. A Öltemperatur 20 bis 80 % B Ölstand 20 bis 80 % C Ölqualität 20 bis 80 % 2 Signale Tastverhältnis > 80 % A Öltemperatur > +160 °C B Ölstand > 80 mm C Ölqualität > 6
3 Signale Tastverhältnis < 20 % A Öltemperatur < - 40 °C B Ölstand < 0 mm C Ölqualität < 1
T Tastverhältnis 100 % |
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| P07.61-0445-05 |
| Jeder Informationsblock besteht aus drei aufeinander folgenden Rechtecksignalen. Darauf folgt eine kurze Pause.
Jedem Rechtecksignal (A, B, C) ist eine Messgröße zugeordnet. Über das Tastverhältnis (T) von ca. 20 bis 80 % erfolgt die jeweilige Quantisierung. Weil Ölstand und Ölqualität (Kapazität des Motoröls) voneinander abhängig sind, werden diese Informationen im Motorsteuergerät erst kompensiert, bevor sie über den CAN-Datenbus zum Kombiinstrument weiter übertragen werden. |
Folgende Fehler am Ölsensor werden vom Motorsteuergerät erkannt und in den Fehlerspeicher eingetragen: - Tastverhältnis eines Signals kleiner als 17 % oder größer als 83 % - Dielektrizitätskonstante des Motoröls länger als 100 s größer als 5,8 (z.B. wegen sehr viel Wasser im Motoröl). |